Erste Hilfe Tipps vom Allgemeinarzt für Urlauber


Verletzungen im Urlaub

Sonnenbrand

Von der empfohlenen Bräunungszeit im Solarium sollten Sie auch am Urlaubsort auf keinen Fall abweichen. Meist wird der Sonnenbrand erst am Abend festgestellt. Ihre Haut ist gerötet, heiß und spannt schmerzlich. Am Strand wird Ihre Haut durch eine ständig leichte Brise gekühlt, so dass Sie den beginnenden Sonnenbrand anfangs gar nicht wahrnehmen.

Vorab, meiden Sie die direkte Mittagssonne, denn gegen diese Sonnenstrahlen hilft keine Creme. Halten Sie sich mehr im Schatten auf und selbst dort sollten Sie unbedingt für ausreichenden Sonnenschutz sorgen. Schützen Sie Ihren Kopf mit einer Sonnenbrille und mit einem Hut. Eltern müssen besonders bei Kindern auf die genannte Punkte achten. Kinder überhitzen schneller als Erwachsene und Hautschäden durch Sonneneinwirkung führen ein lebenslanges Krankheitsrisiko mit sich.

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen am Urlaubsort:

Halten Sie sich nur noch im Schatten auf und trinken Sie viel Wasser. Bis zum völligen Abklingen der Symptome ist von weiterem Sonnenbaden dringend abzuraten. Bei angestauter Körperhitze kann manchmal eine kühlende Dusche hilfreich sein. Soweit verfügbar, kann die echte Aloe Vera Pflanze zur Linderung der ersten Beschwerden und zur Beschleunigung der Abheilung des Sonnenbrands genutzt werden. Sollte diese Ihnen nicht zugänglich sein, fragen Sie in der Apotheke nach einem kühlenden Gel gegen Sonnenbrand. Sollten sich durch diese einfachen Mittel keine ausreichende Wirkung erzielen lassen oder gar systemische Nebenwirkungen auftreten, wie z. B. erniedrigtem Blutdruck, Schwindel, Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen, Augenflimmern oder Schüttelfrost, ist ein sofortiger Arztbesuch anzuraten.                 

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers.

Ist sie krank, ist der ganze Mensch krank.

Magen-Darm-Erkrankungen

Urlaubszeit ist die schönste Zeit. Wenn sie aber mehr durch die Klobrille an Ihrem Urlaubsörtchen, als durch die Sonnenbrille an Ihrem Urlaubsort blicken, dann haben Sie sich wohl einen Magen-Darminfekt zugezogen. Kommt Übelkeit und Erbrechen dazu, dann ist die Diagnose bakterielle oder virale Gastroenteritis (umgangssprachlich Magen-Darm-Grippe) nahezu gesichert. In beiden Fällen handelt es sich um eine sehr ansteckende Krankheit. Absolute Hygiene ist daher oberstes Gebot. Zu den besonderen Risikogruppen gehören kleine Kinder, chronisch Kranke und alte Menschen. Diese brauchen dringend ärztliche Hilfe. Auch bei Fieber oder blutigem Stuhlgang sollte ein Arzt unbedingt aufgesucht werden. Die Ursachen für eine „Magen-Darm-Grippe“ können vielfältig sein.  Das Eis, der Restaurantbesuch oder einfach nur die letzte Türklinke.

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen am Urlaubsort:

Die im Frühjahr häufigeren viralen und im Sommer vorherrschenden bakteriellen Gastroenteritiden müssen vor allem durch Flüssigkeitszufuhr behandelt werden. Trinken Sie daher viel nicht zu kalten Tee oder Wasser. Diese können mit Minerallösungen aus der Apotheke oder dem Supermarkt angereichert werden, um eine sogenanntes „isotones Getränk“ selbst herzustellen.

Gelingt es nicht durch vermehrtes Trinken die Beschwerden zu lindern, helfen immer noch am schnellsten mehrere Elektrolytinfusionen in die Vene. Diese werden vom Arzt nötigenfalls mit Medikamenten angereichert. Eine Antibiotikagabe ist nur selten notwendig, da die Beschwerden meist innerhalb einiger Tage von selbst verschwinden.

Dornen und Stacheln an Land

Dornen und Stacheln sind auf Mallorca an Land und im Wasser in den vielfältigsten Formen und zahlreich vorhanden. Leicht können sie Ihnen den Urlaubsspaß vermiesen. Sollten Sie sich an einem Stachel verletzt haben, nehmen Sie dies nicht auf die leichte Schulter. Die Wunde geht oft tiefer, als auf den ersten Blick erkennbar. Hinzu kommt, dass fast alle Stacheln und Dornen potentiell infektiöses Material in die Wunde verschleppen.

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen am Urlaubsort:

Seien Sie vorsichtig: Stachel ist nicht gleich Stachel. Während sich der eine Stachel am Stück heraus ziehen lässt, bricht der andere Stachel bei falscher Handhabung sofort ab. Zu letzteren gehört z. B. der Stachel des Seeigels, der Widerhaken hat und brüchig ist wie Glas.

Selbst entfernte Stachel und selbst versorgte Wunden, die am nächsten Tag nicht gut heilen oder gar eitern, müssen vom Arzt behandelt werden, leicht kann es sonst zur Blutvergiftung kommen. Vergiftungserscheinungen durch Tier- oder Pflanzenkontakte, die über den betroffenen Bereich hinausgehen, müssen rasch untersucht werden. Jegliche Art von Antibiotikatherapie gehört in die Hand eines Arztes. 

Jeden Sommer machen sehr viele Urlauber auf Mallorca im Wasser schmerzhafte Bekanntschaft mit Feuerquallen, Korallen oder Seeigeln.

 Im Wasser

Petermännchen und Qualle

Das Petermännchen gehört zu den giftigsten Fischen Europas.  Es kommt an der Atlantik-Küste, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer vor. Gerade die Urlaubszeit im Frühling und Sommer ist genau die Laichzeit dieses Fisches. Die Petermännchen suchen dann die flachen Gewässer auf und graben sich in Strandnähe ein. Ihre Rückenflosse ist mit vier bis acht Giftdrüsen versehen. Das Gift besteht aus hitzeempfindlichen Proteinen, Serotonin, Histamin und Trachinin, welches bei einem Stich in den Körper gelangt.

Das Petermännchen ist ein sehr scheuer Fisch. In der Regel tritt der Badende beim laufen im Wasser von oben direkt auf den Fisch und somit auf die zur Abwehr aufgestellte Rückenflosse. Eine Vergiftung durch das Petermännchen verursacht heftige Schmerzen, vergleichbar mit einem Hornissenstich. Im Bereich der Stichwunde können auch einzelne Zellen absterben. (sog. Gewebsnekrose) .

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen am Urlaubsort:

Bei einer Verletzung muss die Wunde sorgfältig gereinigt werden. Zu Ihrer Sicher- heit solle ein aktiver Tetanusschutz bestehen. Sollte ein solcher nicht vorhanden sein, empfehlen wir, sofort einen Arzt zu konsultieren, um die Schutzimpfung auffrischen zu lassen.

Feuerqualle

Der meist zufällige Kontakt mit Feuerquallen gehört zu den weniger angenehmen Begegnungen im Mallorca Urlaub. Die im Mittelmeer vorkommenden Feuerquallen können bei Hautkontakt für den Urlauber gefährlich werden. Die Berührung mit den Nesselzellen der Feuerqualle ist äußerst schmerzhaft. Unmittelbar darauf kommt es zu brennenden Schmerzen und einer sofortigen Reaktion der Haut mit Hautrötung, Schwellungen, teilweise auch zu Blasenbildung. Versuchen Sie, trotz aller Schmerzen, im Wasser die Ruhe zu bewahren um möglichst schnell und sicher an Land zu kommen.

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen am Urlaubsort:

Auf gar keinen Fall dürfen Sie an den befallenden Stellen auf der Haut reiben oder diese mit Süßwasser abspülen. Beides setzt die noch nicht „explodierten“ Nesselzellen frei und verursacht weitere Verbrennungen. Wenn Sie noch Reste der Nesselfäden auf der Haut feststellen, entfernen Sie diese mit Meerwasser. Um das Gift der Tentakeln auf der Haut zu neutralisieren und somit auch die Schmerzen zu lindern, spülen Sie die entsprechenden Stellen mit reinem Essig oder hochprozentigem Alkohol. Auf Mallorca können Sie auch die Strandaufsicht um Hilfe bitten. Die Stadtverwaltung der Region Santanyi bestellt zur Hauptsaison auf Mallorca  Strandwachen. Diese haben in der Regel Mittel bei sich, die sofort Linderung bringen. Kühlung durch Eisumschläge lindern die Schmerzen und begrenzen die Schäden an der Haut.

Bei stärkeren Beschwerden nach einem Quallenkontakt ist es jedoch ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

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Sie können die Tipps von Dr. Rösel hier herunterladen und dann ausdrucken.

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